Versicherung

Kein Geld von der Vollkaskoversicherung?

Wer eine rote Ampel überfährt und dadurch einen Unfall verursacht, handelt in der Regel grob fahrlässig. In einem solchen Fall muss die Vollkaskoversicherung den dabei entstandenen Schaden am Fahrzeug nicht ersetzen. Nur subjektive Besonderheiten können im Einzelfall vom Vorwurf der groben Fahrlässigkeit entlasten.

Mangelnde Fahrpraxis in einer Großstadt und Fahrtrichtungssuche an einer Kreuzung ist nicht geeignet, den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit zu entkräften. Dies musste sich jüngst ein ortsunkundiger Landbewohner vom OLG Rostock sagen lassen, der sich mit seinem Fahrzeug in den Großstadtverkehr gewagt hatte, ohne sich dort auszukennen. Er war in einer hektischen Verkehrssituation auf eine größere Kreuzung zugefahren, als ihm seine Beifahrerin zurief, dass er nach rechts abbiegen müsse. Beim Versuch, ein Hinweisschild zu finden und eventuell noch die Fahrspur zu wechseln, übersah er, dass die für seine Fahrspur geltende Ampel auf Rot geschaltet hatte, weshalb es zum Unfall kam.

Das OLG Rostock vertrat die Auffassung, dass die fehlende Fahrpraxis im Großstadtverkehr kein Entschuldigungsgrund sei, vielmehr zu erhöhter Sorgfalt und Aufmerksamkeit hätte veranlassen müssen. Wenn er in der konkreten Situation überfordert war, habe er dies selbst zu vertreten. Notfalls hätte er weiterfahren und bei nächster Gelegenheit umdrehen müssen.

Hier ist frühzeitige rechtliche Beratung unbedingt zu empfehlen!

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